LSV Ladenburg – Herren 1 – 8:8 – Hart gearbeitet

Bericht von Markus Kolb vom 25.09.2011

Hart gearbeitet

Zum Auftakt der neuen Saison trat die TSG Eintracht in Ladenburg an. Bei Plankstadt wurde Ochs durch Treiber ersetzt, bei Ladenburg fehlte Schieber, für ihn sprang Wolf in die Bresche und es versprach ein enges Match zu werden.

Schneider/ Goller wollten das Spitzendoppel Schneider/ Röger ärgern und das schafften sie auch. Sie holten sich den zweiten Satz und waren drauf und dran auch den dritten für sich zu entscheiden, wurden aber noch abgefangen und in vier Sätzen geschlagen.

Weick/ Kolb hatten keinerlei Probleme mit Schmälzle/ Wolf.

Beschorner/ Treiber siegten verdient gegen die unbequemen Lorenz/ Binmöller.

Im Duell zweier Topspinspieler hatte Kolb im ersten Satz keine Chance gegen Schneider. Danach steigert er sich und hielt ordentlich dagegen. Schneider lieferte eine tadellose Leistung und mit etwas Glück in den entscheidenden Situationen sicherte er sich den Punkt ohne Satzverlust.

Weick musste das Konterspiel Schmälzles annehmen, weil er keine Mittel fand, es zu unterbinden. Da er selbst ein guter Konterspieler ist und ein „Händchen“ hat, konnte er dennoch mithalten und Schmälzle in einem dramatischen Finale um die zwei nötigen Punkte distanzieren.

Beschorner kam mit Röger besser zurecht, als erwartet. Wenn er die Bälle klug legte, kam Röger nicht leicht in sein gefährliches Angriffsspiel und die Blockchance für Beschorner erhöhte sich. Trotzdem reiche es am Ende nur zu einem Satzgewinn für Beschorner.

Zunächst war Schneider klar besser als Lorenz, aber nach dem ersten Satz war alles wieder anders. Lorenz holte sich mit seinen Spintops den zweiten Satz, Schneider dominierte wieder den Dritten. Aber irgendwie konnte Schneider das hohe Niveau nicht halten und Lornez rang ihn doch noch nieder.

Ich hätte schwören können, dass Binmöller irgendwelches Material benutzt, aber man versicherte mir von allen Seiten, das wäre nicht der Fall. Wie man mit einem „normalen“ Belag solche Bälle spielen kann entzieht sich nicht nur meiner Kenntnis, sondern meinem Vorstellungsvermögen. Treiber lies sich aber nicht von seinem Spiel, nur von den Angaben beeindrucken. Er selbst drängte zur Offensive und parierte, wenn nötig. Auch hier ging die Partie über die volle Distanz und diesmal setzte sich Treiber durch.

Goller spielte verhalten gegen Wolf, wurde dann meist mit der Rückhand aktiv. Leicht war es nie gegen Wolf, aber Goller nahm sich Satz eins und zwei. Dann gab es einen Knick im Spiel, denn Wolf wurde sicherer, schlug mit der Rückhand starke Bälle, Goller agierte nervöser. Erst Mitte des Entscheidungssatzes konnte Goller den Schalter wieder umlegen. Er zog jetzt auch sichere Tops mit der Vorhand und am Ende punktete er wie er wollte.

5-4 Führung, noch läuft es gut.

Charly spielte auf Augenhöhe gegen Schneider, doch er konnte nur einen knappen Satz für sich entscheiden, zu agil und treffsicher präsentierte sich der Ladenburger am heutigen Tag.

Kolb- Schmälzle, das sind zwei, die sich gut kennen, sie haben nämlich jahrelang in Plankstadt Doppel miteinander gespielt. Markus versuchte sein Glück mit kompromisslosem Angriff, um das Konterspiel von Schmälzle zu umgehen. Das klappte im ersten Satz genauso gut, wie es im Zweiten schief ging. Letztendlich wurde Markus für sein mutiges Spiel belohnt, denn er gewann die nächsten beiden Sätze denkbar knapp.

Thomas startete furios gegen Röger, sah nach 2:0 Satzführung schon wie der sichere Sieger aus. Röger wurde stärker, der dritte Satz war bis zum Ende ausgeglichen, aber Röger hatte die Nase vorn. Danach ergab sich Thomas zu früh in sein Schicksal, stemmte sich nur noch bedingt gegen die Niederlage. Röger erstarkte noch mehr, spielte die Partie konsequent zu Ende.

Herwig hielt gegen Lorenz lange mit, konnte dessen starke Tops auch hart blocken, aber auf der Zielgeraden des Entscheidungssatzes entfleuchte Lorenz und brachte sein Team wieder in Führung.

Markus G. spielte gut gegen Binmöller, auch er kam dem bemerkenswerten Spiel seines Gegenübers zurecht. Je länger die Begegnung andauerte, desto härter spielte Markus, aber Binmöller reagierte stets angemessen und schickte alles zurück. Markus musste sich nach vier Sätzen geschlagen geben.

Heiko spielte klar auf Angriff gegen Wolf und nach einer Eingewöhnungszeit, dominierte er den Gegner. Sein Viersatzerfolg muss schließlich als klar bezeichnet werden.

Charly/Markus K.-Schneider/ Röger. Vier Angreifer standen sich gegenüber und somit versuchte jeder den ersten Top zu spielen. Charly wirkte etwas unpässlich im ersten Satz, aber Markus spielte nahezu perfekt und so konnte man den ersten Satz eintüten. Die Plankstadter profitierten von ihrem seit Jahren eingespielten Stellungsspiel und holten sich auf Satz Nummer zwei, wobei vor allem Röger Schwächen offenbarte. Der dritte Satz begann mehr schlecht als recht, denn man war schnell mit 1:6 hinten. Die Plankstadter kämpften sich wieder heran und erarbeiteten sich sogar den ersten Matchball, trotzdem ging der Satz weg. Im vierten Satz war es genau so eng, aber diesmal machte Plankstadt den entscheidenden Punkt. Kloppo würde sagen: Wir hatten heute einfach den Punch.

Beide Teams haben sich diesen Zähler redlich verdient, es gab keine klaren Siege oder Niederlagen. Satzuverhältnis: 33-33. Leider keine Punkte in der Mitte, aber das wird sich ändern, dazu ist unser mittleres Paarkreuz einfach zu gut.

Markus Gollers Debut als Stammspieler verlief  recht ordentlich. Weiter so.

Eine perfekte Punktausbeute lieferte Edelersatz Heiko. Er war zudem deutlich angeschlagen in die Partie gegangen, vor allem er hat heute hart gearbeitet.

Nächste Woche kommt MTG Mannheim. Wir sind gespannt, was uns diese Wundertüte bescheren wird.