Herren 1 belohnt

Die TSG Eintracht schaffte am Samstag den Klassenerhalt in der Bezirksklasse.

Der zweite Heimerfolg in der Rückrunde gegen den Tabellennachbarn TSG Heidelberg reicht, um die direkten Abstiegsplätze sowie den Relegationsrang zu vermeiden.

Diesen 9:5 Arbeitssieg haben wir uns redlich verdient und wir sind stolz darauf, Plankstadt ein weiteres Jahr in die Bezirksklasse zu führen.

RR_TSGHeidelberg

Heidelberg war beileibe nicht der desillusionierte Gegner, den wir uns erhofft hatten. Sie waren der verzweifelt kämpfende Konkurrent, den wir befürchten mussten. Nur Charly/ Markus konnten im Doppel einen Punkt beisteuern, Thomas/ Andreas unterlagen in fünf Sätzen.

Nach diesem Rückstand bot Charly alles gegen Zuschlag auf, was er zu bieten hatte. Er ging zwar mit 2:0 in Führung, konnte aber permanent den Rückschlag nicht offensiv gestalten, was zu einer passiven Spielweise führte und Zuschlag seinen technisch anspruchsvollen Angriff voll zur Geltung kommen ließ. So verlor er die nächsten beiden Durchgänge, den vierten sogar zu 1. Dieser fünfte Durchgang könnte im Nachhinein bereits spielentscheidend gewesen sein, denn Charles drehte die Partie erneut, agierte zwingender, genauer und zwang Zuschlag zu Fehlern. Mit 11:6 glich er für sein Team aus.

Bei seinem erst dritten Einsatz in der Rückserie spielte Markus wieder eminent stark. Er konnte Spitzenspieler Albrecht an den Rand einer Niederlage drängen, er spielte taktisch überlegt und gewohnt leidenschaftlich und letztendlich fehlte ihm nur ein einziger Punkt zum Sieg, doch er konnte seine beiden Matchbälle in der Verlängerung des vierten Satzes nicht nutzen und Albrecht schlug zurück und siegte im Entscheidungssatz.

Fast gleichzeitig unterlag Rüdiger ebenfalls in fünf Sätzen Vinke. Auch er hatte geführt, auch er scheiterte knapp.

Die Fakten sagten: 2:4. Die Gefühlslage sagte: drei fünfte Sätze verloren, drei Chancen vergeben, das könnte ein ganz bitterer Tag werden. Wir hatten gemutmaßt, dass Heidelberg hinten raus Defizite haben könnte, wir haben uns getäuscht, trotzdem begann nun die stärkste Phase der TSG Eintracht, die den Sieg bedeutete.

Tom zeigte gegen Kreutel die richtige Mischung aus Lockerheit, Biss und Selbstvertrauen. Gute Aufschläge, Vorhandtop und anspruchsvolle Rückhände waren seine Waffen, denen Kreutel zunächst nicht widerstehen konnte. Als Kreutel sich dann aber den dritten Durchgang krallte, war die Sache nicht mehr so klar. Der vierte Satz ging in die Verlängerung und bei 14:13 für Tom nahm er sich die Auszeit. Mit Entschlossenheit und klarer Ansage nahm er sich diesen Punkt und stoppte den Heidelberger Höhenflug.

Ich habe lange überlegt, welches die beste Leistung an diesem Abend war. Nun bin ich sicher, Thomas schlug Hafner in vier Sätzen. Er kam mit der Spielanlage seines Gegners überhaupt nicht zurecht. Saftiger Unterschnitt mit der Rückhand und der etwas seltsam sichere Vorhandtop ließen Thomas gar nicht in seinen normalen Spielrhythmus kommen. Nach verlorenem ersten Satz passte sich Thomas an wie ein Chamäleon, agierte weit ab von seiner üblichen Spielweise, bekam den Gegner in den Griff und siegte.

Wenn du so was drauf hast, dann hast du es geschafft! Das war derersehnte Ausgleich.

Andreas siegte ebenfalls in vier Durchgängen gegen Guski. Er beantwortete die Vorhandtops von Guski mit seinem bekannten Blockspiel und hemmte die Entfaltungsmöglichkeiten Guskis mit seinem eigenen Angriffspotential. Auch dieser Sieg war hart umkämpft, Guski nutze sämtlichen Möglichkeiten, doch Andreas blieb hart und brachte uns erstmals mit 5:4 in Führung.

Charly ist der Kandidat für die zweitbeste Leistung im Spiel. Er bezwang Albrecht in fünf Sätzen. Fünf Sätze bedeuten immer ein enges Spiel, doch dem 1:2 Rückstand bot Charly einmal mehr eine beeindruckende Leistung, er zwang Albrecht sein Spiel auf, seine Offensivkraft war für Albrecht kaum kontrollierbar, richtig knapp wurde es nicht mehr, die Luft wurde für Heidelberg immer dünner.

Und Markus setzte nach. Er brauchte einen Satz lang, um die Aufschläge von Zuschlag zu lesen und sein Spiel mit wenig Unterschnitt zu kapieren, dann brachte er seinen variabel vorgetragenen Angriff immer wieder durch und glänzte auch beim Blockspiel. In der Folge kam Zuschlag in keinem Satz über fünf Punkte hinaus. Damit erhöhte er auf 7:4 und trieb seinem Mannschaft mit diesem unverhofften Punktgewinn noch einmal an.

Rüdiger konnte heute leider keinen Punkt beisteuern, er unterlag Kreutel in vier Sätzten nach durchschnittlicher Leistung.

Tom spielte gegen Vinke ähnlich wie in seiner ersten Partie. Von Offensive geprägt, war seine Spielweise der seines Gegners überlegen. Die Art und Weise, wie er sie vortrug, strahlte Überlegenheit aus. Der eine Satzverlust, den er zu beklagen hatte, war leicht zu verschmerzen. Aber auch das war kein einfacher Punkt, Heidelberg hielt gegen.

So war es also an Thomas, den letzten Punkt zum Klassenerhalt beizusteuern. Wer hätte daran gezweifelt, dass es ihm gelänge? Doch so einfach war es nicht. Er holte sich den ersten Durchgang gegen Guski. Und als er im zweiten Satz einen immens hohen Rückstand aufholte, und bei 8:9 einem doppelten Netzball Guskis entschärfte, den Punkt machte, da hatten wir alle den Jubelschrei schon auf den Lippen, doch der Durchgang ging an Guski. Thomas konnte sein Spielsystem deutlich besser etablieren, als in seinem ersten Einzel, trotzdem ließ sich Guski nie abschütteln. Die letzten beiden Sätze waren zum Haare raufen und nichts für Herzinfarktpatienten, doch setzte sich Thomas Durch (13:11, 18:16 ) und schenkte uns den heißbegehrten Sieg, die beiden Punkte, die uns die Bezirksklasse verheißen.

Die TSG Eintracht belohnt sich selbst. Nach der starken Vorserie ( 9:9 Punkte ), reichen in der Rückrunde 5 Punkte zum Klassenerhalt. Die lange Verletzung von Markus konnte überbrückt werden und wir danken Stammersatz Lukas, der in Waldhilsbach zum Punktgewinn beigetragen hat.

Das Schaulaufen findet Freitag in acht Tagen in Edingen statt. Für Edingen ist der Klassenerhalt noch nicht sicher, es wird eine interessante Partie zum Saisonausklang erwartet.