Nach der völlig verkorksten Hinrunden – Pleite in Walldorf, wo die Hausherren ohne vorderes Paarkreuz angetreten waren, aber dennoch mit 9:5 siegten, hatten wir im Rückspiel zwei Ziele:

Wir wollten gegen das Beste antreten, was Walldorf in dieser Klasse zu bieten hat. Dieser Wunsch wurde erfüllt, Walldorf reiste komplett an.

Das zweite Ziel war der Sieg und den haben wir uns selbst erobert. In nur zwei Stunden wurde der Gegner überrannt, der Kampfeswille der Plankstadter war enorm, die spielerische Klasse beeindruckend.

Mit 9:2 triumphierte die TSG Eintracht gegen eine Mannschaft, die in der Tabelle auf Platz vier rangiert.

Nach den Doppeln lagen wir mit 2:1 in Front.
Vierling war an diesem Abend eine Klasse für sich. Er schlug Stanojevic und Jencurski scheinbar mühelos und ohne Satzverlust. Man hatte auch nie das Gefühl, dass er einen Satz abgeben könnte, nicht weil er mehr Punkte machte, sondern weil er dominierte. Keiner seiner Gegner konnte mehr als acht Punkte in einem Satz erbeuten.

Von Conrady hat die Beförderung von der Mitte nach Vorne gut verkraftet. Auch er besiegte beide Kontrahenten mit seinem sicheren offensiven Noppenspiel. Ich sah viele ratlose resignierende Blicke seiner Gegner. Arnd gab nur gegen Stanojevic einen Satz ab.

Weick verlor drei knappe Sätze gegen Büsch. Knackpunkt war hier sicherlich die nicht verwertete 10:6- Führung im ersten Satz. Dieses Spiel hatte jedoch überhaupt nichts zu tun mit der Niederlage in der Vorrunde gegen den gleichen Mann. Charly hat nämlich gut gespielt, auf Augenhöhe agiert, der Büsch war halt etwas besser.

Sehr konzentriert und fokussiert wirkte der Auftritt von Becker gegen Jung. In Walldorf war Willi noch unterlegen, jetzt marschierte er nach dem Verlust des ersten Satzes unaufhaltsam. Einen Rückstand (1:7) in Satz drei bügelte er aus und siegte nach vier Durchgängen.

Kolb blieb ohne Satzverlust gegen Thome, ließ sich von einigen „Zauberbällen“ des Walldorfers nicht aus der Ruhe bringen und konnte im Großen und Ganzen seinen Angriff durchbringen.

Braunbart siegte gegen Schöppe in vier Sätzen. Nach einer langen Abtastphase (ca. 1,5 Sätze) ging zunächst Schöppe zum Angriff über, holte sich dann auch diesen zweiten Satz, bevor Tom reagierte und selbst das Spielgeschehen diktierte. Er spielte konstant tolle Rückhände, die Schöppe nicht unter Kontrolle bringen konnte. Auf der Bank war man sich einig: die beste Leistung von Tom in dieser Saison.

Tage wie diese: in der Vorrunde hätten wir uns nicht vorstellen können, gegen diese Truppe zu verlieren, gestern konnten wir uns nicht vorstellen, dass wir so klar siegen könnten. Dennoch ist Beides geschehen.

Nächsten Samstag spielen wir wieder zu Hause, allerdings schon um 15 Uhr, diesmal gegen TSG Heidelberg. Dieser Gegner wird nicht so hoch eingeschätzt wie Walldorf. Das bedeutet aber nicht, dass wir wieder so einen Lauf haben werden.

Auch hier werden wir hart arbeiten müssen, aber das Spiel gestern, das 9:2 gegen Walldorf, der beste Rückrundenauftakt seit 1975, das war Balsam für die Seele der ersten Mannschaft der TSG Eintracht Plankstadt. TSOH!!