Es steht außer Frage, dass unser gestriger Gegner TTC Hockenheim als kampfstarke Mannschaft gilt, also musste auch die TSG Eintracht solche Fähigkeiten zeigen, wollte man etwas erreichen.

Schon zu Beginn der Partie waren wir entsprechend gefordert, denn bei 0:1- Rückstand lagen Weick/ Kolb gegen Geier/ Euchachi mit 1:2 zurück, Becker/ Braunbart gegen Hamleh/ Ballmann gar mit 0:2. Beide Plankstadter Teams drehten ihre Partien, Becker/ Braunbart siegten nach einer Taktikumstellung im fünften Satz sogar mit 11:1.

Nach dem schnellen Sieg von Vierling gegen Geier stand es also 3:1, ein klassischer Fehlstart wurde vermieden, statt dessen eine Führung herausgearbeitet.

Luca konnte die wuchtigen Vorhände des agilen Geier teilweise parieren und punktete mit seinem Service genauso wie mit den Tops, was einen Dreisatzsieg bedeutete.

Von Conrady war gegen Potthast absolut auf der Höhe des Geschehens, machte ihm durch sein Noppenspiel das Leben schwer, doch nach vier Sätzen setzte sich der Topspinspezialist durch.

Nach schwachem ersten Satz steigerte sich Weick beträchtlich gegen Eustachi, war er zunächst passiv, setzte er nun zunehmend seine offensiven Qualitäten ein und es war deutlich zu sehen, dass es Eustachi nicht gefiel, nur noch reagieren zu müssen. Charly schlug ihn in vier Durchgängen.

In der Partie Becker- Steinle trafen zwei Noppenspieler aufeinander und es war kaum vorauszusagen, wer am Ende die Nase vorne haben würde und das war auch nach dem vierten Teilabschnitt der Fall. Beide stören mit der Noppe, beide wollen mit dem Vorhandtop punkten, es setzte sich der Mann mit dem größeren Selbstvertrauen durch, das war Wilmar (11:9).

Kolb traf auf Ballmann, einen gleichwertigen Kontrahenten, beide suchten den Angriff, beide gewannen einen Satz klar, doch Markus hatte den Kampf betonteren Ansatz und entschied auch die beiden knappen Sätze für sich.

Stand: 6:2, Juhu, Sieg in Sicht, alle knappen Sachen haben wir uns geschnappt, doch jetzt zeigen die Hockenheimer ihren Kampfeswillen…

Hockenheim kann mit Hamleh einen absoluten Spitzenspieler im hinteren Paarkreuz aufbieten, der mit kurzer Noppe auf der Vorhand auch noch ein komplexes Spielsystem beherrscht. Braunbart hielt in jedem Satz gut mit, kam in den Angriff, konnte auch die spinreichen Rückhandtops bedienen, punktete mit eigenem Aufschlag, machte aber die entscheidenden Punkte zu Ende der Sätze nicht und verlor in drei Sätzen.

Vierling kommt nur schwer ins Spiel gegen Potthast, weil der Hockenheimer kaum auf die Aufschläge reagiert und im Angriff unglaublich sicher agiert, ein in Potthasts Vorhand gespielter Top wird nicht geblockt sondern zurück geschleudert, so kann Luca nur einen Satz machen.

Wieder ist von Conrady dran, diesmal gegen Geier, wieder ist es nur eine Winzigkeit, die fehlt. So siegt der Hockenheimer mit dem Schleudertop in vier Teilabschnitten.

Weick spielt anständig gegen Steinle, doch die Noppen verursachen ihm anhaltend Probleme, spielt er einen Ball unsauber zurück, punktet Steinle mit dem wuchtigen Vorhandtop. Charly kann sich nur einen Satz sichern.
Stand: 6:6, Hockenheim hat den Lauf und bei den noch anstehenden Partien könnte man in Plankstadt schon mit einem Zähler hochzufrieden sein, doch es kommt anders, denn erneut wirft Plankstadt alles in die Waagschale.

Becker ist aktiv gegen Eustachi, spielt schwache Punkte an, bewegt sich besser, selbstsicherer, bietet auch kaum Angriffsfläche, und alles, was daraus folgen kann, ist ein Sieg ohne Satzverlust. Chapeau!

Tolle Leistung des (überaus starken) Kolb. Nach 1:2 Rückstand gegen Hamleh nahm er im vierten Satz vier Netzbälle stoisch zur Kenntnis, hielt die Konzentration sowie die spielerische Klasse hoch, hielt das von Arnd vorgegebene Taktische Konzept und setzte bei 9:9 und gegnerischem Aufschlag beide Punkte. Im finalen Satz besorgte er sich eine frühe kleine Führung, die er bis ins Ziel verbissen und mutig verteidigte.

So war unser erster Punkt eingetütet und es wäre doch schön, wenn Braunbart gegen Ballmann die Sache zu einem guten Ende führen würde und genau das geschah auch. Dafür musste Tom wenig kämpferische Eigenschaften zeigen, zu flüssig setzte er seine Kombinationen in Szene, zu genau spielte er seine taktischen Schupfbälle, zu überlegen wirkte seine Vorstellung, als dass er hätte kämpfen müssen. Nach drei Durchgängen war Ballmann geschlagen und damit ganz Hockenheim. Mit 9:6 siegt Plankstadt in einem denkwürdigen Spiel.

Nächste Woche geht es zu Hause (Friedrich-Halle) gegen die Wundertüte Mühlhausen.
Was für ein Abend!