Die TT – Saison wurde vorzeitig abgebrochen, nun ist Ostern und auch, wenn die Runde zu Ende gespielt worden wäre, wäre sie nun abgeschlossen. Nur die Relegationsteilnehmer wären noch gefordert. Im Training oder im Vereinshaus würden wir über die Ergebnisse diskutieren, bewerten usw. Da dies nicht möglich ist, fasse ich hier meine Gedanken zur vergangenen Spielzeit zusammen , damit ihr wenigstens was zu lesen habt. Ich nenne das ganze Saisonanalyse.

Da nun alle, die sich für eine Relegation qualifiziert haben, so behandelt werden, als hätten sie diese gewonnen, können sich nur wenige beklagen. Natürlich gibt es Teams, die in den letzten Spielen noch Punkte sammeln wollten, um einen Abstiegsplatz zu verlassen oder Meister zu werden. Es gibt Mannschaften, die wegen eines Spiels weniger, die Relegation verpasst haben, doch die Mannschaften aus Plankstadt zählen nicht zu diesen Unglücklichen. Jede Mannschaft hat ihr Saisonziel erreicht, manche wurden durch den plötzlichen Abbruch durchaus begünstigt.

Die 7. Herren war durch den Abbruch kaum betroffen. Lediglich das Spiel gegen Lußheim wurde nicht mehr ausgetragen und es stand ein 5. Rang in der Kreisklasse D zu Buche. Das ist eine schöne Leistung dieses Teams, das mit drei Leuten zum Großteil aus Spielern besteht, die ihr erstes Jahr bei den Herren absolviert haben. Gut gemacht!

Auch aus der Sicht der 6. Herrenmannschaft erscheint der Abbruch wenig dramatisch. Mit 22:6 Punkten wird man zwar nur dritter und man hätte Wilhelmsfeld ( 23:9 ) noch gerne hinter sich gelassen, doch auch ein zweiter Platz würde keine Relegation hergeben. In der C – Klasse, in der die 6. antritt, besteht eine Mannschaft nämlich aus 4 Akteuren, eine Klasse drüber sind es 6 Leute. Deshalb darf man eine Mannschaft direkt in die B – Klasse melden und braucht nicht aufzusteigen. Auf jeden Fall war es eine hübsche Performance, die diese Mannschaft gezeigt hat. Vier Spiele konnten nicht mehr ausgetragen werden.

Die 5. Mannschaft hat den Vogel abgeschossen. Meister in der B – Klasse, Staffel 3. Mit 23:3 Punkten bestand schon ein deutlich er Abstand zu Verfolger Leimen ( 22:6 ). Bei noch drei ausstehenden Partien wäre wohl nichts mehr angebrannt.
Unsere Jungs haben die Vorrunde dominiert, gingen ohne Punktverlust in die Halbzeit, auch Leimen wurde unspektakulär mit 9:6 besiegt. In der Rückrunde fiel Barenhoff lange Zeit aus, so kamen Punktverlust zu Stande, doch auch Leimen patzte immer wieder. So kam es nicht mehr zum Duell der Giganten am letzten Spieltag, doch durch Siege unsererseits gegen Lußheim und Brühl, wäre dieses Spiel bedeutungslos geworden. Glückwunsch zur Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Kreisklasse A!

Die 4. Mannschaft war im Vorjahr in die A – Klasse aufgestiegen und Nichtabstieg das einzig vernünftige Ziel. Die Vorrunde verlief furios, mit 4 Siegen konnte man sich im hinteren Mittelfeld der Tabelle platzieren und der Klassenerhalt war zum Greifen nah. Doch Mannschaften, die weiter hinten standen, verstärkten sich zur Rückrunde ( Brühl, St. Ilgen ) und eigene Ausfälle machten das Leben schwer. Zum Zeitpunkt des Abbruchs befand sich die Mannschaft auf dem Relegationsplatz und hatte noch vier Spiele vor der Brust. So wurde ein harter Kampf vorzeitig abgebrochen. St. Ilgen hat das kürzere Streichholz gezogen.

Die 3. Mannschaft hatte in der gleichen Klasse das gleiche Ziel ( andere Staffel ). Von Beginn an hielt man sich in den hinteren Bereichen auf und auch hier wäre es eine enge Kiste geworden. Drei Spiele standen noch aus und zumindest gegen Oftersheim wollte man noch etwas erreichen. Zwei Punkte hätten schon reichen können, um die Klasse zu halten, so hielt man sich mit 9:21 Punkten denkbar knapp vor Neckarsteinach und Mauer ( jeweils 9:23 Punkte ). Klassenerhalt !

Die 2. Mannschaft war in der Kreisliga unterwegs und galt zunächst gar nicht als absiegsgefährdet. In der Vorrunde kam man auf 8:10 Zähler und stand stabil. Doch auch hier haben sich andere verstärkt ( Brühl, St. Leon ) und wir schwächten uns durch Ausfälle selbst. Nach einer langen Durstphase zu Rückrundenbeginn, gab der überaus hart erkämpfte Punktgewinn gegen St. Leon neuen Auftrieb. Und dann das allerletzte Spiel ,am 11.03. in Ziegelhausen, wo man beim Tabellenletzten unbedingt etwas holen musste. Die Mannschaft bewies ausgezeichnete Nehmerqualitäten, als sie in einen katastrophalen 1:6 – Rückstand geriet. Unsere Leute standen immer noch aufrecht im Ring und schlugen zurück. Ziegelhausen ging K.O. Und Plankstadt siegte mit 9:7, vergrößerte den Abstand zum Relegationsplatz auf 4 Punkte und hatte keine Sorgen mehr. Drei Spiele wurden nicht mehr angepfiffen.

Die 1. Herren galt seit dem Aufstieg 14/15 in die Bezirksklasse immer als Abstiegskandidat, doch mit den Neuzugängen Vierling und von Conrady setzte man sich andere Ziele. Die Vorrunde konnten wir sogar auf dem 2. Platz abschließen und da stehe wir heute auch noch. Das bedeutet den Aufstieg in die Bezirksliga. Diesen Platz hätten wir wohl auch bis zum regulären Ende der Runde gehalten, doch die Relegation zu gewinnen, das wäre noch mal eine ganz andere Nummer geworden. So darf die 1. als einer der größten Gewinner des vorzeitigen Abbruchs gelten. Durch unsere Neuzugänge haben wir enorm an Stärke gewonnen, doch die 1. Mannschaft hat auch eine tolle Trainingspräsenz gezeigt und nur ein einziges Mal einen Ersatzmann gebraucht. Wir haben während der Saison einen ungewöhnlichen Zusammenhalt innerhalb des Teams entwickelt und ich bin froh, dass am Ende auch etwas Zählbares dabei herausspringt: Der Aufstieg!
Vielleicht wird der Aufenthalt in der Bezirksliga kein flüchtiges Abenteuer, denn durch den Neuzugang Gernot Müller machen wir uns berechtigte Hoffnungen auf etwas dauerhaftes.

Möge das Training bald wieder beginnen, möge die nächste Saison termingerecht ausgetragen werden, mögt ihr alle gesund bleiben!

Ein frohes Osterfest wünscht… Markus