Herren 1 – Very Big Point

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Herren 1 – Very Big Point

Was im Vorfeld der Begegnung TSG Eintracht – DJK Wallstadt unmöglich schien, realisierte sich gestern Abend in der Plankstadter Arena: Die Plankstadter Truppe besiegte den Tabellenzweiten trotz Ersatzstellung mit 9:5 und bringt sich damit außer Reichweite der direkten Abstiegsränge. Bei uns kam Heckmann ins Team, Wallstadt erschien komplett. Aber wie konnte das geschehen? Eine vernünftige Antwort auf diese Frage habe ich nicht finden können, am ehesten könnte man es vielleicht so formulieren: die TSG Eintracht wuchs über sich hinaus, doch lest selbst:
Erstmals konnten wir nach den Eingangsdoppeln in Führung gehen, Wallstadt stellte die Doppel um und ihr Spitzendoppel Hardung/ Kajzer auf zwei. So kam es gleich zu Anfang zu einem tollen Match, indem Müller/ Vierling ihre Kontrahenten in nur drei Durchgängen niederrangen. Auch Braunbart/ Kolb holten sich in drei knappen Sätzen den Punkt gegen Frantz/ Hossner.
Müller setzte sich klar gegen Kajzer durch. Seinem durchdachten und flüssigen Spielsystem hatte der Wallstadter wenig entgegenzusetzen.
Vierling bekam es mit Hardung, einem der stärksten Akteure der Liga, zu tun. Beide Leute hatten ernsthafte Probleme mit dem Rückschlag, doch insgesamt hatte Hardung das etwas bessere Gesamtpaket zu bieten, er siegte mit 3:0.
Becker spielte stark gegen Schaal, dessen Schläge und Bewegungen nicht dem Tischtennis- Lehrbuch entsprechen. Deshalb ist es auch schwer, gegen ihn ins Spiel zu kommen, außerdem kämpft er wie der Teufel. Dass Wimar den zweiten Satz bei 10:8- Führung nicht nehmen konnte, war wohl richtungsweisend. Das Spiel ging nach vier Sätzen nach Wallstadt.
Stand 3:3, nach Führung hat Wallstadt nun aufgeschlossen, doch wir waren guten Mutes und es ging dann ja auch munter weiter.
Braunbart versuchte das Spiel gegen Noppenspieler Garber zu machen. Das gelang auch meistens, obwohl Garber selbst mit der Vorhand angreifen konnte. Nach 1:1 Sätzen gewann Tom den dritten zu Null, doch das war keineswegs die Entscheidung, die kam erst im fünften Durchgang, 11:7 für Plankstadt.
Dann die Zitterpartie Kolb gegen Hossner, beide suchten die Aktion und beide suchten lange nach taktischen Mitteln, um den Gegner davon abzuhalten. Markus wechselte bei 5:2 im fünften Satz die Seite, geriet in einen 6:8- Rückstand und nahm die Auszeit. Mit nun langen Aufschlägen auf den Wechselpunkt machte er wieder Boden gut und gab keinen Zähler mehr ab.
Heckmann hielt sich gut in der Partie gegen Frantz und hätte er nach 1:1 Sätzen einen seiner Satzbälle in dritten Durchgang verwandelt, hätten sich gute Chancen ergeben, doch Frantz klaute sich den Satz und siegte im Vierten.
Um das Spiel Gernot gegen Hardung zu beschreiben, passt ein Wort besonders gut: Ästhetik. Die technischen Fähigkeiten beider Spieler bildeten ein Kunstwerk, als sie aufeinandertrafen. Hardung ging mit 2:1 in Führung, seine variantenreichen tückischen Aufschläge halfen ihm, seinen Angriff solide zu unterstützen. Was dann geschah, war unerhört! Gernot drängte den Spitzenmann in die Defensive, nicht nur für drei oder vier Bälle, sondern permanent. Seine Vorhände rollten beständig und er holte sich den vierten Satz mit 11:0. Man dachte, Hardung würde sich kurz schütteln und Gegenspiel aufbauen, doch Gernot machte in einer unerklärlich dominanten Weise weiter. Gernot siegte am Ende mit 11:7.
Stand: 6:4, aus den letzten vier Spielen hatten wir drei Fünfsatzsiege mitgenommen, darunter der very Big Point von Gernot. Auch die Aussichten waren gar nicht schlecht.

Denn jetzt kam Luca, der traute sich den Sieg gegen Kajzer durchaus zu und so kam es auch. Kajzer konnte über die Distanz eines Satzes nicht mit Luca mithalten. Ich könnte auch keinen Spielzug benennen, der Luca besonders viele Punkte gebracht hätte, er war einfach besser.
Wilmar und Garber kennen sich schon lange, da war kein Coaching nötig. Willi wusste ganz genau, wie er die gegnerische Noppe bedienen musste. Ich schreibe oft, dass Willis Spiel von Konzentration geprägt ist. Das mache ich nicht, weil mir nix einfällt, sondern weil es mir immer wieder auffällt. Und so wars eben wieder, nach drei Sätzen bringt uns Wilmar die 8:4- Führung und damit den ersten Punkt. Ein Grund, zufrieden zu sein, doch nun wollen wir auch noch den Sieg.
Tom zeigte auch gegen Schaal ansteigende Form, doch der Sieg blieb ihm verwehrt. Es war eine Partie mit vielen Führungswechseln und beide hätten den Sieg verdient. Der ging nach 3:11, 11:5, 13:11, 9:11 und 8:11 allerdings nach Wallstadt.
Markus fühlte sich irgendwie, als würde er gegen Hirschhorn spielen, am Tag zuvor war er gegen Bordowski angetreten, diesmal gegen Frantz. Wittrich schaute zu und Müller, na ja den sehen wir ja öfter. Markus spielte die beeindruckenden Aufschläge von Frantz so gut zurück, wie es ihm eben möglich war und hoffte anschließend auf das Beste. Er nutzte jede Möglichkeit zur Offensive und konnte sein taktisches Konzept halten. Es waren vier enge Kisten, von denen sich Markus drei sichern konnte und damit den Sieg besiegelte.
Joh, das war ein supa Spiel in angenehmer Atmosphäre. Das macht Lust auf mehr. Nächste Woche werden wir die Vorrunde abschließen. Weinheim wird erwartet, dann wieder mit Simon.

Von |2021-11-28T13:16:11+01:00So., 28.11.2021 |Berichte, Runde 2021/22|
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