1. MS – Letztes Vorrundenspiel im historischen Ettlingen

1. MS – Letztes Vorrundenspiel im historischen Ettlingen

Am Sonntagnachmittag ging es für unsere Helden in der Verbandsliga zum schweren Auswärtsspiel nach Ettlingen. Unterstützt von 2 Fans (diesmal waren wir in der Unterzahl, was aber wohl an dem Termin lag) wollte man das Tor zum Schwarzwald überwinden.

In unserer Stammbesetzung mit Alexander Krieger, Boris Pastler, Timo Berger und Maurice Engel sollte der, bis dato erspielte, Vorsprung auf die Verfolger gehalten werden.

In den Eingangsdoppeln sahen sich nun Alex und Boris Fischer/ Dihlmann gegenüber wohingegen Timo und Maurice auf Doppel 2 gegen Braun/ Bayoumi trafen.

Alex und Boris kamen schwer ins Spiel und liefen früh einem Rückstand hinterher. Es gab noch keinen Spielrhythmus und viele kleine Fehler, doch beim Spielstand von 7:9 änderte sich dies. Alex platzierte extrem gut und Boris zog nach, 4 Punkte in Folge und Satz 1 mit 11:9 waren der Lohn. Der 2. Satz verlief dann deutlicher und konnte mit 11:8 gewonnen werden. Danach stieg das Spielniveau stetig an und auch die Ettlinger steigerten sich, holten sich Satz 3 mit 9:11. Dies war aber nur ein kurzes Aufflackern, denn nun hörte man erstmals Boris Roaaaar durch die Halle ertönen. Mit spektakulären Ballwechseln, oft durch Alex mit dem Vorhandschuss abgeschlossen, ging auch Satz 4 mit 11:7 nach Plankstadt und somit auch die erste Führung.

Im Doppel 2 taten sich auch Timo und Maurice schwer und fanden zunächst keinen Zugriff auf das Spiel. Nach verlorenem erstem Satz 8:11 und einem 0:5 Rückstand in Satz 2 machte es allerdings Klick. Beide wachten auf und konnten nun ihre gewohnten Spielkombinationen auf die blauen Tische von Ettlingen zaubern. Maurice mit druckvollen Topspins und Timo mit Blockschüssen sorgten nun für 2 Mal 11:8 und die 2:1 Satzführung. In Satz 4 wurden dann, beim Stand von 10:8, 2 Matchbälle vergeben und es tobte hin und her. Am Ende setzt sich die Klasse unserer Jungs durch und der Satz ging mit 15:13 nach Plankstadt. Wir führten also nun bereits mit 2:0 und es ging ins vordere Paarkreuz.

Boris spielte gegen „Gentleman“ Fischer und Alex gegen „Haudrauf“ Braun. Boris machte ein wirklich tolles Spiel, in Satz 1 noch chancenlos 5:11, putze er sich kurz die Nase, schüttelte sich und begann den starken Blockspieler Fischer immer mehr in die Defensive zu drängen. Tiefe und gefühlvolle Bälle in dessen Vorhand sorgten für viele Punkte, aber natürlich durfte auf die  rasante Rückhand nicht fehlen. Es entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel und vorhersehbar ging es in Satz 5. (5:11, 11:8, 11:8, 7:11) und hier bewies Boris seine Nervenstärke und seine Coolness. Beim Stand von 9:9 spielte er zunächst einen kurzen leeren Return, den Fischer ins Aus spielte, um dann den Matchball- Return mit Galaktovorhand und in Lichtgeschwindigkeit auf den Tisch zu beamen. Grandios und die 3:0 Führung für Plankstadt

Alex agierte gegen Braun gewohnt souverän und bestimmend. Trotz Noppe verstand es Braun nur selten den Aufschlag von Alex über das Netz oder auf den Tisch zu spielen. Eine schnelle 2:0 Führung (11:3, 11:7) war die Folge. Obwohl Braun auf alles draufhaut, was sich bewegt, war ein deutlicher Leistungsunterschied zu erkennen. Alex beendete das Spiel mit einer Pirouetten- Vorhand und der Gegner schaute nach rechts, der Ball schlug allerdings links ein. 11:8, ein überzeugendes 3:0 für Alex und die 4:0 Führung für Plankstadt.

Nun konnten bereits Timo und Maurice den Sieg holen. Maurice musste gegen Dihlmann ran und Timo gegen Bayoumi. Maurice hatte alles im Griff, eröffnete gut mit der Rückhand und schloss hart mit der Vorhand ab. Die Sätze 1 und 2 flogen nur so an Dihlmann vorbei, 11:4 und 11:8 für Maurice, doch dann fand Dihlmann sein Spielrezept in der Ettlinger Kräuterküche.

Starke Vorhandbälle und druckvolles Spiel in die Rückhand von Maurice drehten das Spiel komplett. Maurice versuchte alles, musste aber auch die Stärke der generischen Spielmixtur anerkennen und verlor die nächsten 3 Sätze (8:11, 5:11 und 9:11) und somit 2:3. Ettlingen bäumte sich also auf und verkürzte auf 1:4 im Gesamtspielstand.

Timo wollte gegen Bayoumi den alten Abstand wieder herstellen, kämpfte dabei eher mit sich selbst als mit dem Gegner und konnte nur gelegentlich sein ganzes Potential aufzeigen. Aber da 2 Punkte Unterschied pro Satz ja bekanntlich zum Sieg reichen und Timo mit über den gefährlichsten Aufschlag im hinteren Paarkreuz verfügt, spielte er genau das aus. In entscheidenden Momenten konnte der tapfere Bayoumi den Ball nicht zurück auf den Tisch spielen und somit gingen alle drei Sätze an Timo (11:9, 12:10 und 11:9). Und Plankstadt führte nun 5:1bevor es zurück ins vordere Paarkreuz ging.

Alex gegen Fischer und Boris gegen Braun und beide Partien waren nichts für schwache Nerven. Alex dominierte Fischer in den ersten beiden Sätzen mit guten Aufschlägen und Hammer – Vorhandbällen. (11:7, 11:6) Es sah nach einer klaren Sache aus, doch die Spielbedingungen änderten sich, es wurde immer feuchter und Alex konnte nicht mehr so viel Rotation erzeugen. Fischer hingegen fand immer mehr sehr Blockspiel und punktete immer wieder in die tiefe Vorhand von Alex. Alex versuchte alles um die erste Niederlage der gesamten Vorrunde abzuwenden, kämpfte sich in Satz 5 nach Rückstand auf 8:9 zurück, um dann unglücklich einen Netzroller zu kassieren. Der sympathische Fischer vollendete sein Blockwerk und Alex gratulierte fair. Neuer Spielstand nur noch 5:2 für Plankstadt.

Nun sollte Boris gegen Braun den Siegpunkt holen und auch hier sah es nach einer klaren Sache aus. Boris dominierte mit Aufschlag und viel Rotation die Sätze 1 und 2 (11:6, 11:7). Doch auf einmal erwachte Braun, und zwar mit viel Getöse. Lautstark begleitete er nun jeden seiner Punktgewinne, Boris hielt dagegen, verlor aber ein wenig die Balance und gab beide folgenden Sätze knapp ab (9:11, 10:12). Im 5. Satz war es dann eine einseitige Dezibel-Schlacht, denn man hörte nur noch Boris Roaasar in der Halle. Mit angeschlagenen Stimmbändern gratulierte Braun König Boris zum 11:3 in Satz 5 und dem Plankstädter Sieg, denn es stand nun 6:2.

Timo gegen Dihlmann und Maurice gegen Bayoumi spielten also nur noch für eine Ergebnisverbesserung. Und Dihlmann legte gegen Timo los, wie er gegen Maurice geendet hat. Mit krachenden Vorhandbällen und spinfreudiger Rückhand holte er sich die Sätze 1 und 2 (7:11, 9:11) und Timo suchte nach dem Gegengift. Auf einmal war es da, das Berger-Gen, Timo erwachte, wurde aktiver, nun bestimmte er die Ballwechsel. Zunächst noch verhaltener und dann immer bestimmter. Die Sätze 3 und 4 gingen nach Plankstadt (jeweils mit 11:7) und Satz 5 wurde dann echt kniffelig. Timo punktete immer wieder mit dem starken Block und der Vorhand in die tiefe Vorhand von Dihlmann, doch dieser hielt voll dagegen. Im entscheidenden Moment hatte er aber nicht das Glück (wie noch im Spiel gegen Maurice) und Timo konnte sich im Wimpernschlag-Finale mit 13:11 durchsetzen. 7:2 für Plankstadt.

Maurice zweites Einzel ist schnell erzählt, zunächst noch etwas angeschlagen von der unglücklichen Niederlage gegen Dihlmann, verlor er auch Satz 1 gegen Bayoumi (5:11). Im Coaching durch Boris ging es nun eher um das mentale Aufbauen als um Taktiktipps. Und Boris hatte die richtigen Worte gefunden: Maurice bewegte sich besser, begann zu dominieren und ließ nichts mehr anbrennen. Die nächsten 3 Sätze holte er sich deutlich (11:6, 11:6 und 11:4) und somit das 8:2 für Plankstadt.

Fazit: Ein überzeugendes Ergebnis auch in der Ferne, man kann es also nicht nur in der Sennhalle, sondern auch auswärts. Die Mannschaft steht nach der Vorrunde verlustpunktfrei zurecht auf Platz 1 der Verbandsligatabelle (und das bereits jetzt mit 6 Punkten Vorsprung). Für mich persönlich bedeutet der Herbstmeistertitel unserer Helden nicht viel, am Ende einer

Runde zählt es. Allerdings ist dies ein Indikator wie intakt diese Mannschaft ist, alle stehen mit sehr positiven Bilanzen da, von den letzten 6 Spielen wurden 5 mit mehr als 5 Spielpunkten Differenz gewonnen (meist 8:2). Alex ist ein Superkapitän und führt auch durch unruhige Gewässer, dazu kommen die großartigen Fans, die fast jedes Auswärtsspiel zu einem Heimspiel machen. Bitte unterstützt die Mannschaft weiterhin, sie ist sehr dankbar dafür und auch die 2. und 3. Mannschaft zeigen spektakuläres Tischtennis, wo sich das Vorbeischauen lohnt.

Ich wünsche euch allen ein schönes Fest, einen guten Start ins neue Jahr und freue mich auf eine erfolgreiche Rückrunde.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen Arnd von Conrady

T: Arnd von Conrady

Von |2025-12-15T21:20:13+01:00Mo.., 15.12.2025 |! Runde 2025/26, Berichte|
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