Rückrunden-Heimauftakt unserer 1. Herren-Mannschaft

Rückrunden-Heimauftakt unserer 1. Herren-Mannschaft

Rückrunden-Heimauftakt in der Herren-Verbandsliga unserer 1. Herren-Mannschaft  und warum das Spiel gegen Heidelberg mit dem Endspiel der Australian Open Parallelen aufwies.

Am Samstag war es endlich so weit, das erste Heimspiel im Jahr 2026, und es sollte gleich ein ganz schweres werden. Ähnlich wie beim Finale des ersten Grand-Slam-Tennisturniers des Jahres trafen die Nummer 1 der Tabelle auf die Nummer 4 der Setzliste (Alcaraz gegen Djokovic).

Unsere Helden konnten erneut gegen Heidelberg nicht in der Stammformation antreten, doch der Kader ist sehr tief besetzt, und so sprang Robin Maier für Timo Berger ins Aufgebot.

Los ging es wie immer mit den Doppeln mit den Partien: Maurice Engel/Robin Maier gegen Zhou/Roth und Alexander Krieger/Boris Pastler gegen König/Hermann. Die Geschichte des ersten Doppels ist leider schnell erzählt, Maurice und Robin versuchten alles, doch Zhou und Roth hatten immer die bessere Antwort parat. Auch eine Auszeit konnte am deutlichen Ausgang des Spiels nichts ändern (3:11, 7:11, 7:11). Die erste Führung für Heidelberg.

Doch unser Doppel 2 mit Alex und Boris hatte gegen den starken König mit Ersatzmann Hermann alles im Griff. Immer wieder stellten zu viel Rotation oder Unterschnittvarianten Hermann vor Herausforderungen. Doch der Kreisligaspieler kämpfte tapfer, und König spielte immer knallhart dagegen. Am Ende stand trotzdem ein 3:0 auf dem Spielberichtsbogen (11:9, 11:8, 11:6), und Alex/Boris konnten ausgleichen. 1:1 nach den Eingangsdoppeln.

Im oberen Paarkreuz ging es nun weiter mit Alex gegen Zhou und Maurice gegen König. Alex startete extrem fokussiert und war von Anfang an heiß wie ein australischer Sommertag. Zhou wehrte sich tapfer, konnte aber nur wenig Akzente setzen. Das Preisgeld ging klar und verdient an Alex (11:5, 11:7, 11:3), und somit ging auch die Führung an Plankstadt 2:1.

Maurice sah sich nun dem starken König gegenüber und war in den ersten zwei Sätzen wahrscheinlich noch beim Schuheputzen in der Kabine. Wie ein australischer Wombat brach Königs druckvolles Spiel über ihm herein (3:11, 6:11). Doch in Satz 3 fand Maurice auf einmal sein Spiel, setzte nun seinerseits mit guter Platzierung und schnellen Beinen den König unter Druck (11:5). Doch der Thron wackelte nur kurz, denn in Satz 4 dominierte der König erneut (11:6) und konnte mit seinem 3:1-Sieg für Heidelberg zum 2:2 ausgleichen.

Weiter ging es im hinteren Paarkreuz mit Boris gegen Ersatzspieler Hermann und Robin gegen Roth. Im ersten Satz musste sich Hermann ein wenig wie ein Ballkind fühlen, zu oft schlugen Boris Angriffsschläge auf seiner Platzhälfte ein (11:5). Danach zeigte Hermann, dass auch in der Kreisliga gutes Tischtennis möglich ist, und hielt das Spiel offen. Am Ende waren es aber doch zu viele Service-Winner von Boris und seine Nervenstärke, die den Satz entschieden (12:10). Im dritten Satz dann wieder das gleiche Bild wie in Satz eins. Boris, einfach technisch zu versiert, schickte mit viel Rotation und Ballgefühl den tapferen Hermann hin und her, und erneut kam es zu einem klaren Ergebnis (11:5). Die erneute Führung für Plankstadt blinkte auf der Anzeigetafel: 3:2.

Nun war es an unserem Ersatzmann Robin gegen Roth, diese Führung zu behaupten. Und Robin kam gut ins Spiel, immer wieder konnte er seine Athletik ausspielen und Roth in langen Ballwechseln in die Defensive drängen. Somit ging Satz 1 knapp an Plankstadt (11:9), im 2. Satz das gleiche Bild, allerdings mit anderem Ausgang. Roth kratzte immer wieder die Angriffsschläge von der Grundlinie und spielte mit Mondbällen den Ball wieder auf den Tisch (9:11). Und weiter ging es mit dem nervenaufreibenden Schlagabtausch: Satz 3 an Robin (11:8), Satz 4 an Roth (7:11). Also musste Satz fünf die Entscheidung bringen. Robin steigerte sich erneut, und der anerkennende Daumen (für gute Punkte des Gegners wie bei Djokovic) von Roth zeigte so oft Richtung Hallendecke, dass die zahlreichen Zuschauer schon dachten, der Abriss des Daches der Sennhalle würde beginnen. Der fitte Robin siegte deutlich (11:3) und zementierte die Plankstadter Führung: 4:2.

Im Spitzenspiel bekam es Alex nun mit König zu tun, und natürlich hofften wir auf einen weiteren Ausbau der Führung. Doch diese Rechnung hatten wir ohne den König gemacht. Er spielte extrem stark im Gegenzug auf der Vorhand und blockte mit der Rückhand immer longline. Er überraschte Alex damit in Satz 1 (5:11). Alex nutzte die Satzpause zur Energieaufnahme und gab alles in Satz 2, aber es sollte einfach nicht sein, da König nicht nachließ (9:11). Endlich dann in Satz 3 kam Alex mit seinem druckvollen Spiel durch und ließ nun König die Fehler machen (11:4). Doch das war leider nur ein kleiner Hoffnungsschimmer. Der sehr gut spielende König beherrschte auch Satz 4 (5:11), und unser Krieger musste gratulieren. Heidelberg konnte auf 3 zu 4 verkürzen.

Maurice sollte nun gegen Zhou die Zwei-Spiele-Führung wiederherstellen. Es entwickelte sich eine richtige Schlacht gegen Zhou, denn immer konnte der aktivere Spieler auch die Punkte verbuchen. Leider war dies in Satz eins Zhou (9:11). Doch unser Engel kam zurück, kämpfte, umlief immer wieder die Rückhand, um mit der Vorhand inside-out zu punkten (11:9). Dann ging Satz 3 wieder unglücklich an Zhou (9:11), und in Satz 4 folgte Dramatik pur. Es wogte hin und her, wie in einem Match-Tiebreak konnte sich keiner einen richtigen Vorteil erspielen. Maurice hatte bei 10:9 Satzball, den Zhou abwehren konnte, und dann machte Zhou bei 12:13 das Spiel zu (12:14).

Heidelberg glich also erneut aus: 4:4, und es ging mit Hochspannung erneut ins hintere Paarkreuz.

Boris gegen Roth und Robin gegen Hermann stand nun auf dem Programm, und Boris gegen Roth war nichts für schwache Nerven. Der Linkshänder Roth hat einfach ein sehr unangenehmes Spiel. Mit Sidespin und sicheren, leeren Bällen zwingt er seine Gegner zu Fehlern. So erging es auch Boris in Satz eins. Er stand oft ein wenig zu weit weg vom Ball, und so ging dieser Satz knapp an Roth (9:11). Doch Boris ist ein Mentalitätsmonster. Trotz körperlicher Beschwerden kämpfte er sich in Satz 2 zurück (11:9). Es war ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, und folgerichtig ging es in Satz 5 (10:12, 11:7). Auch hier wogte das Spiel hin und her, und nur über den Willen konnte dieses Spiel entschieden werden. Boris versuchte, einen Netzroller von Roth noch zu erreichen, und dabei zog es ihm komplett in die Hüfte. Als (manchmal zu) fairer Sportsmann gab Roth ihm das Medical Time-out, und Boris wurde von Dr. Krieger behandelt. Boris biss sich in beeindruckender Manier durch und entschied dieses wegweisende Spiel für sich (11:8). Und Roth hielt den Daumen erneut hoch, und Plankstadt führte 5:4.

Nun sollte Robin im Spiel der Ersatzleute die Trophäe nach Plankstadt holen. Doch hier habe ich das falsche Wort benutzt, denn Robin ist ein vollwertiges Teammitglied und war am Samstag „Man of the Match“. Zu keiner Zeit ließ er Zweifel aufkommen, zeigte seine spielerische Klasse und schickte Hermann deutlich zurück nach Down Under (11:5, 11:5, 11:1).

Somit endete ein kurzweiliges Tischtennis-Spiel mit einem knappen 6:4-Sieg für Plankstadt.

Fazit: Am Ende siegte die 1 gegen die 4, aber kein Spiel ist ein Selbstläufer, die Sennhalle ist unsere Rod Laver Arena, die Zuschauer sind hilfreich und sorgen für großartige Stimmung, und es gibt viele Ähnlichkeiten mit dem großen Bruder: dem Tennissport. „Tischtennis ist wie Tennis, nur geiler.“ Wohl dem, der solche Spieler hat, die auch spontan einspringen (vielen Dank, Robin), denn man wird nicht nur mit vier Spielern Meister der Verbandsliga.

Es geht weiter mit dem Spitzenspiel am 21.02.2026 um 18:00 beim TTV Weinheim-West (Erster gegen Dritten). Kommt alle nach Weinheim und macht dieses wichtige Spiel zu einem Heimspiel. Die Mannschaft freut sich auf eure Unterstützung.

Advantage Arnd von Conrady

T: Arnd von Conrady

Von |2026-02-02T18:50:21+01:00Mo.., 02.02.2026 |! Runde 2025/26, Berichte|
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