Am Samstag, 21.02.2026 war es endlich so weit: Das Spitzenspiel der Verbandsliga sollte unsere Helden nach Weinheim-West führen, wo der Tabellenzweite auf uns wartete.
Gleichzeitig spielte auch noch unsere 3. Mannschaft gegen Weinheim-West 3 in der Bezirksliga. Diese zwei Duelle sorgten für reichlich Zuschaueraufkommen (vor allen Dingen aus Plankstadt), und so war die Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle kurzum zum Heimspielort für unsere Teams geworden.
Wie immer startete es mit den Doppeln Krieger/Pastler gegen Weidenauer/Ziener und Engel/Berger gegen Hardung/Helferich. Alex und Boris starteten gut und konnten die Weinheimer immer wieder unter Druck setzen. Alex bereitete perfekt vor und Boris vollendete oft mit der Rückhandpeitsche (11:8). Doch dann kam Sand ins Getriebe: War man in Satz 2 noch deutlich in Führung (8:5), kippte das Momentum, und Weidenauer punktete immer wieder mit seiner starken Rückhand. Erschwerend dazu kam, dass nun Ziener seine Vorhand immer wieder ins Ziel brachte, und der Satz ging knapp an Weinheim (10:12). Auch in Satz 3 fand Boris sein Spiel nicht mehr (5:11), um dann doch – angetrieben von Alex – in Satz 4 zurückzukommen (11:4). Die Entscheidung musste also in Satz 5 fallen, und nach einigem Hin und Her hatte Weinheim plötzlich Matchball – und zur Überraschung aller nutzten sie diesen auch (9:11).
Plankstadt lag zurück: 0:1.
Nun sollten Maurice und Timo für den Ausgleich sorgen (die beiden sind im Doppel noch ungeschlagen) und beeindruckten Hardung/Helferich immer wieder mit ihrem Kampfgeist und dem intelligenten Spielaufbau. Zwei knappe erste Sätze gingen so an Plankstadt (11:9, 12:10), danach resignierten die Weinheimer leicht, und Maurice und Timo kamen immer mehr in Fahrt. Ein klarer dritter Satz (11:7) und somit ein verdientes 3:0 nach Sätzen und der Ausgleich im Gesamtspielstand: 1:1.
Im vorderen Paarkreuz trafen nun Maurice auf Hardung und Alex auf Weidenauer. Da die etatmäßige Nummer 1 (Reinig) bei Weinheim fehlte, rutschte Hardung auf diese Position und bewies eindrucksvoll, wie schnell er Tischtennis spielen kann. Maurice führte den gesamten ersten Satz, um ihn dann noch knapp und unglücklich mit 9:11 abzugeben. Maurice spielte variantenreich – mal schnell und mal mit viel Spin –, aber stets wusste Hardung eine Antwort darauf. Er punktete seinerseits immer wieder mit der schnellen Rückhand diagonal, und Maurice ließ nach dem ebenfalls knappen Satz 2 (9:11) ein wenig die Flügel hängen. Er kämpfte auch in Satz 3, musste aber die Überlegenheit von Hardung anerkennen und gratulierte (7:11) zum 3:0 für Hardung und der erneuten Weinheimer Führung: 1:2.
Nun war es also an Alex, gegen Weidenauer für den Ausgleich zu sorgen. Auch hier bot sich den Fans ein ähnliches Bild – nur diesmal positiver aus Plankstädter Sicht. Zwei knappe erste Sätze (11:9, 12:10) und Alex profitierte von seinem enormen Schlagrepertoire: mal Unterschnitt, dann viel Spin oder ein Gegenschuss auf der Vorhand. In Satz 3 wurde es dann deutlich, und der stark kämpfende Weidenauer gratulierte Alex fair (11:4) zum 3:0-Sieg und dem Plankstädter Ausgleich zum 2:2.
Im hinteren Paarkreuz kam es nun zum Duell der Timos (ein Name, der für Qualität im deutschen Tischtennissport steht): Ziener gegen Berger. Am anderen Tisch standen sich Boris und Helferich gegenüber.
Unser Timo begann stark, konnte Ziener immer wieder in die Defensive drängen und vollendete dann die Punkte mit seinem Bratpfannenschuss auf der Vorhand (11:4). Doch der Weinheimer Timo wehrte sich, stellte sein Spiel um und wurde immer aktiver – speziell mit der Vorhand
longline punktete er nun stetig –, und so drehte sich das Spiel (8:11). Ähnlicher Ablauf dann in Satz 3: Ziener führte schon deutlich, doch unser Timo kämpfte sich zurück, punktete nun immer wieder direkt mit seinem fabelhaften Linkshänderaufschlag, und wer weiß, wie das Spiel verlaufen wäre, wäre dieser Satz nach Plankstadt gegangen (10:12). Nun war Bergers Widerstand gebrochen, und Ziener holte sich auch Satz 4 (5:11) und somit die erneute Führung für Weinheim: 2:3.
Wieder liefen wir hinterher und mussten Nervenstärke beweisen. Und das ist auch das richtige Wort für das Spiel von Boris gegen Helferich. Boris führte deutlich in Satz 1, punktete immer wieder mit dem guten Aufschlag und der Rückhandrakete, doch wie im Doppel war, die Selbstverständlichkeit auf einmal weg. Helferich holte auf, und Boris rettete sich über die Ziellinie in Satz 1 (13:11). Das gleiche Spiel in Satz 2: eine klare Führung für Boris – und wieder spannte er die Fans auf die Folter (12:10). Mit dieser Satzführung wurde er nun endlich ein wenig lockerer, und Helferich benötigte Hilfe beim Bälle sammeln. Zu oft schlug es nun auf seiner Tischhälfte gnadenlos ein – und besonders spektakulär: der Matchball mit der Rückhand
„Around the Net“ in Astrogeschwindigkeit. Das Raunen aus der Halle war bis Plankstadt zu hören (11:5). Somit konnte Plankstadt erneut ausgleichen: 3:3.
Irgendwie lief alles auf ein Unentschieden hinaus, wenn man sich die Punkte in jedem Paarkreuz immer nur teilt. Doch unsere Männer hatten andere Pläne – allen voran Alex gegen Hardung und Maurice gegen Weidenauer. Im Spiel der Einser sorgte Alex von Anfang an für klare Verhältnisse, und getreu dem Highlander-Film „Es kann nur einen geben“ wurde dies auch Hardung relativ schnell bewusst. Zu dominant und fokussiert spielte Alex mit seiner neuen Klinge auf. Der Tenergy Hard entwickelte enorme Rotation, und die Gegenangriffe – falls Hardung mal zum Aufmachen kam – waren zu schnell für ihn. Deutliche 3 Sätze (11:7, 11:5, 11:7) und endlich die ersehnte Führung für Plankstadt: 4:3.
Maurice wollte sich dagegen Weidenauer nicht lumpen lassen und zeigte früh, wohin der (oder die) Haas läuft. War es noch knapp in Satz 1 (12:10), wurde Maurice immer sicherer und ließ Weidenauer weite Wege gehen. Immer wieder drängte er seinen Gegner in die Defensive und schloss dann druckvoll oder raffiniert (mit einem Stopp) ab. Folgerichtig gingen auch die Sätze 2 und 3 an Plankstadt (11:7, 12:10), und unser Engel baute die Führung auf 5:3 aus.
Ein Punkt war also schon gesichert, doch Plankstadt blieb hungrig und wollte die blütenweiße Weste behalten. Boris konnte gegen Ziener schon für die Entscheidung sorgen, und falls nicht, hatten wir ja noch Timo gegen Helferich in der Hinterhand. Im Hinspiel hatte Boris gegen Ziener noch das Nachsehen gehabt, aber davon war in den ersten zwei Sätzen wenig zu merken (11:7, 11:6) – diese gingen klar nach Plankstadt. In Satz 3, leicht irritiert durch störende Geräusche am Tisch hinter ihm (Anmerkung der Redaktion: hier lieferte sich unser Riedel ein sehr lautstarkes Match gegen Ahmed), verlor Boris die Konzentration und den Satz (8:11). Auch in Satz 4 war es schwerer als zuvor, und Boris musste sich quälen. Aber das kann er – und unter lautem Jubel der Zuschauer holte Boris den Siegpunkt (11:9) zum 6:3 für Plankstadt.
Für Timo war es nun kein leichtes Unterfangen, bei einer bereits entschiedenen Partie noch einmal sein bestes Tischtennis auszupacken. Knappe zwei erste Sätze (14:16, 14:12) zum Satzausgleich. Dann der Sieg von Boris am Nachbartisch, und Timo verlor kurz die Lust (5:11) – aber nicht den Mut. Angespornt durch die Fans holte er sich Satz 4 (11:5) und somit die Chance in Satz 5. Hier ging es hin und her: Timo ging in Führung, und Helferich kämpfte sich auf 5:7 heran. Dann eine sehr deutlich ausgesprochene Auszeit von Alex, die Wirkung zeigte. Timo holte die Vorhandbratpfanne raus und drosch die Bälle wie Spiegeleier auf Helferichs Tischseite (11:7) – und somit der Endstand: 7:3-Sieg.
Fazit: Auch wenn ein Gegner nicht komplett antritt, ist in dieser Klasse niemand zu unterschätzen. Wir sind der Meisterschaft in der Verbandsliga einen schönen Schritt nähergekommen, aber noch nicht am Ziel. Es ist schon unglaublich, für wie viel Begeisterung unsere Mannschaften sorgen können (auch die 3. Mannschaft holte mit den zahlreichen Unterstützern einen wichtigen 7:3-Sieg in Weinheim). Die Mannschaft weiß die Unterstützung durch ihre Fans sehr zu schätzen, und sogar die Weinheimer waren verblüfft, welche Volksmassen da in die Halle eingefallen sind. Seid also am nächsten Samstag, 28.02.2026 um 17:30 Uhr in der Dr.-Erwin-Senn-Halle zu einem wahren Heimspiel wieder mit dabei, um gemeinsam den nächsten Schritt gegen Adelsheim zu gehen.
Mit frenetischen Grüßen – euer Reisebegleiter Arnd von Conrady
T: Arnd von Conrady