1. MS – Manchmal denke ich, dass das alles ein Traum ist

1. MS – Manchmal denke ich, dass das alles ein Traum ist

Manchmal denke ich, dass das alles ein Traum ist
So auch beim gestrigen Samstag im Heimspiel gegen den SV Adelsheim in der Verbandsliga. Und da der Vergleich mir so passend erschien, schlüpfen unsere Helden diesmal in die Rolle aus König Artus Tafelrunde:
Wir traten also in folgender Formation an:
1. Alexander Krieger → König Artus Der Anführer der Tafelrunde, charismatisch, technisch perfekt und der Mann für die großen Momente. Wie Artus das Schwert Excalibur schwingt, schlägt Alexander spektakuläre Bälle, die niemand erwartet. Er hält das Team zusammen und gibt die Richtung vor.

2. Maurice Engel → Gawain auch Sir Morris genannt, ist bekannt für seine Energie, die im Laufe des Tages sogar noch zunimmt – er kämpft laut, stolz und mit voller Überzeugung. Schnell, athletisch, leidenschaftlich und selbstbewusst – genau wie Maurice, der an diesem Tag mit Lautstärke und Fitness alle mitriss.

3. Timo Berger → Lancelot Der eleganteste Ritter der Tafelrunde, berühmt für seine unvergleichliche Technik und seinen Stil. Lancelot macht alles mit einer Leichtigkeit, die andere nie erreichen. Timo, der Ästhet mit Power und seinen tückischen Linkshänder-Aufschlägen, ist eindeutig der Lancelot unserer Runde.

4. Luca Vierling → Percival er ist der unermüdliche Ritter – ausdauernd, unerschütterlich, immer auf der Suche und nie aufgebend. Luca holt jeden Ball, läuft ohne Ende und eröffnet das Spiel mit einem Service, gegen das es kein Entrinnen gibt. Ein echter Kämpfer, der das Team diesmal verstärkte.

Boris Pastler → Tristan auch Sir Boris genannt.

Tristan ist einer der talentiertesten und begabtesten Ritter der Tafelrunde – in seiner Hochform kaum zu schlagen. Doch sein Schicksal ist geprägt von Prüfungen und Rückschlägen, die ihn immer wieder aus dem Kampf reißen. Wenn er auf dem Platz steht, glänzt er als echte Nummer 3 – aber wie Tristan kämpft auch Boris gegen seine eigenen Verwundbarkeiten, die ihn zu oft an der Seitenlinie festhalten. Wenn er fit ist, ein Ritter von echtem Format!

Und los ging es mit den ersten Doppelturnieren: Artus/Percival gegen Ocko/Morsy und Lancelot/Gawain gegen Lux/Gleich. Alex und Luca starteten perfekt, boten den Kämpfern aus Adelsheim wenig Angriffsfläche und holten selbst immer wieder mit platzierten Hieben die Punkte. Die ersten 2 Durchgänge gingen somit klar an die Plankstadt (11:8, 11:3). Doch die zugereisten Adelsheimer wollten das Fell des Bären nicht so schnell verloren geben und stemmten sich mit ihrer gesamten Rüstung gegen die drohende Niederlage (Abwehr von 2 Matchbällen in Satz 3). Unsere 2 Recken zeigten sich dann leicht verwundet und gaben die nächsten 2 Sätze ab (11:13, 6:11). Doch an König Artus‘ Seite zu kämpfen beflügelte, und so punktete Percival immer wieder mit seiner stärksten Waffe, dem Aufschlag. Beim Stand von 9:9 traf er zweimal mit seinem Heimtückischen Wirbel, und so ging die Trophäe mit 3:2 an die Plankstadt – damit die erste Führung für unsere Burg: 1:0.

Nun war es an Gawain und Lancelot, die Führung gegen die Abwehrstrategen Lux/Gleich auszubauen. Mit heimtückischen Schnittwechseln versuchten diese, unsere Ritter zu verwunden. Allerdings war dies ein recht aussichtsloses Unterfangen, da unsere Kämpfer noch nie ein Turnier verloren hatten und die Waffen der Adelsheimer einfach zu stumpf waren. Lux versuchte es dann noch mit freundlicher Miene, aber auch das prallte an unseren Helden ab. Ein deutlicher und dominanter Sieg in 3 Sätzen (11:6, 11:7, 11:2) und die zahlreichen Schaulustigen freuten sich über die 2:0-Führung.

Fortsetzung fand das edle Turnier dann in den Duellen des vorderen Paarkreuzes mit König Artus gegen Sir Morsy und Gawain gegen Ocko, den tapferen Tschechen. Zunächst ließ Alex Excalibur mächtig kreisen, punktete nach Belieben und holte sich den ersten Durchgang deutlich (11:4). Doch der Adelsheimer Kämpfer aus den südlichen Gefilden blieb heiß, holte seinerseits zum Gegenschlag aus und traf immer wieder mit seiner mächtigen Vorhand auf Alex‘ Seite des Schlachtfeldes (9:11). Das Gefolge am Rand rieb sich die Augen und glaubte nur an ein kurzes Aufbäumen. Doch Sir Morsy blieb hartnäckig, egalisierte Alex‘ spielerische Überlegenheit mit Kampfgeist und holte sich auch den dritten Satz (9:11). Erste Unruhe auf den Rängen, doch Alex zog nicht umsonst damals sein Holz aus dem Stein – er ist ein wahrer König. In Satz 4 demonstrierte er mit mächtigen Vorhandschlägen seine Fertigkeiten und holte diesen klar (11:2). Alles im Bierfass, dachten sich die geneigten Zuschauer, doch leider hatte Sir Morsy Alex an der Hüfte verwundet und auch der schnelle Heilkräuterverband konnte nicht so schnell wirken. Alex versuchte alles, aber der Adelsheimer behielt auch im finalen Satz die Oberhand (8:11) und konnte auf 1:2 verkürzen.

Nun war es an Gawain, die Kohlen aus dem Feuer zu holen – und wie er das tat! Der weitgereiste Ocko wusste im ersten Satz noch gar nicht, wo sein Schild war, da sauste Maurice‘ Morgenstern schon auf ihn nieder (11:3). In Satz 2 dann zunächst umgekehrte Vorzeichen und Maurice‘ Waffe schien sich verheddert zu haben, jedoch rechtzeitig konnte er sie entwirren und auch diesen Durchgang noch für sich entscheiden (12:10). In Satz 3 schien Ocko seine Reiseübelkeit abgelegt zu haben und schickte nun Maurice mit platzierten Hieben durch die Arena (6:11).
Doch Maurice ist zäh und fit, zunehmend nahm er das Geschehen wieder in die Hand, brillierte in der Offensive und entschied das Duell für sich (11:7). Somit war die unerwartete Niederlage des Königs wieder ausgemerzt und Plankstadt führte 3:1.

Sir Lancelot gegen Gleich und Percival gegen Lux sollten nun die Edlen und Hofdamen unterhalten. Und dies gelang perfekt. Timo brauchte ein wenig, um in Kampfesstimmung zu kommen – die Bälle von Gleich waren für ihn eine Herausforderung, weil er mehr Schnitt erwartete. Oft spielte er deswegen das Spielgerät in den Orbit, doch plötzlich machte es Klick und er schickte den armen Gleich komplett durch die Manege (11:6, 11:7). Nach dieser Anstrengung wurde unser Kämpfer ein wenig gleichgültig. Satz 3 ging somit an Adelsheim (9:11). Doch dann gab Timo seinem Ross die Sporen und diktierte wieder das Geschehen. Ein verdientes 3:1 war die Ausbeute (11:8) und somit auch der Ausbau der Führung auf 4:1 für Plankstadt.

Nun war es an Percival, den ersten Punkt und somit das Unentschieden für Plankstadt zu sichern, und die Auseinandersetzung mit Lux hätte auch ein solches Ergebnis verdient. Zu gleich waren die Kräfte verteilt – trotz unterschiedlicher Fähigkeiten ein absolutes Duell auf Augenhöhe. Lux, der mit einem hinterhältigen Kampfstil ausgestattet ist, holte sich die ersten 2 Sätze mit seinem Rückhand-Sägeblatt (7:11, 9:11). Luca schlug zurück, er glänzte und Lux grinste. Seine Aufschläge schlugen erste Zähne aus dem Sägeblatt und führten zum Satzausgleich (11:8, 13:11). In Satz 5 dann Spannung bis zum 7:7 – leider verließen unseren tapferen Fighter dann ein wenig die Kräfte und Lux schnappte sich wohlgelaunt den Sieg (11:7), und somit kam Adelsheim auf 2:4 heran.

Zurück ging es an die Spitze der Schlacht: Artus gegen Ocko und Gawain gegen Morsy. Machten wir uns nach der ersten Fehde von Alex noch Sorgen um den Gesundheitszustand unseres Leaders, war Ocko wohl noch auf Traumreisen in fernen Ländern unterwegs. Alex sorgte dafür, dass dieser auch gar nicht aufwachte, und beendete das Duell beeindruckend deutlich mit 3:0 (11:4, 11:4, 11:3) – damit baute er unsere Führung auf 5:2 aus. Es war die Rückkehr des Königs – sehr stark!

Doch was nun Maurice gegen Morsy produzierte, stand dem in nichts nach. Morsy, noch hochmotiviert von seinem Sieg gegen Artus, trommelte seine ganze Batterie von Schlägen auf den armen Maurice ein und erstickte jede Offensivaktion unseres Recken mit einem knallharten Gegenhieb – ganz egal ob Vor- oder Rückhand (4:11). Doch so leicht ist Maurice nicht zu beeindrucken; seine unerschütterliche Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten machte ihn stark. Darüber hinaus wurden nun Morsys Arme von den vielen Hieben müde. Gegen die Fitness und die tollen Offensivaktionen, welche die Brustpanzerung von Morsy nun immer mehr durchlöcherten, war kein Heilkraut mehr gewachsen. Maurice parierte darüber hinaus auch immer häufiger die schnellen Attacken des Gegners und sorgte so für einen sehr überzeugenden 3:1-Sieg (11:8, 11:9, 11:5). Dieser wurde lautstark von ihm und der johlenden Menge gefeiert.
Plankstadt führte nun unheilbar mit 6:2 und der Sieg war bereits unser.

Doch die Statuten der Ritter-Wettspielordnung sahen vor, dass alle Gefechte ausgetragen werden mussten, und so erhob Lancelot erneut sein Breitschwert gegen Lux, und Percival wollte gegen Gleich seine Kondition unter Beweis stellen. Bereits bei der Begrüßung schimmerte ein dunkler Schatten auf dem sonst so fröhlichen Lux, als er erkannte, dass er heute Timo gegenüberstehen sollte. Und so ist auch die Geschichte dieses ungleichen Duells sehr schnell erzählt. Zu dominant waren die Eröffnung und die Hiebe mit Timos mächtigem Schwert – Lux war hilflos, und dies steigerte sich im Laufe der Auseinandersetzung noch (11:9, 11:7, 11:4). So endete dieses ungleiche Aufeinanderprallen und Plankstadt führte 7:2.

Nun war es an Luca, den Schlusspunkt hinter einen unglaublichen Tischtennistag zu setzen. Da Luca schon vorher am gleichen Tage an einem Turnier teilgenommen hatte, waren wir nicht sicher, ob die Kräfte in seinem sechsten Duell reichen würden. Aber Gleich verfügte über keine besonders wirkenden Streitmittel. Lediglich in Satz 2 wurde Luca kurz müde, berappelte sich aber bemerkenswert und beendete auch diesen Waffengang mit 3:1 (11:9, 4:11, 11:3, 11:7) zum umjubelten Endergebnis von 8:2.

Fazit: Die Berichte sind lang, weil einfach viel passierte. Meine Schilderungen sollen euch einen Blick auf das Geschehen vermitteln (in der Hoffnung, euch nicht zu langweilen). Der Dank der Tafelrunde geht an die Zeugen des Ruhms, an den Ersatzritter und natürlich an Tristan, der ein Teil von uns ist. Langsam wird der Traum zur Realität, und bei einem Gelage mit südländischen Spezialitäten in der Halle feierten unsere Helden der Tafelrunde mit ihrem Gesindel den Sieg in ihrer Burg, der Sennhalle. Am nächsten Samstag kann dann Geschichte geschrieben werden – also folgt uns alle in die Eichbaum-Arena nach Mannheim, wo ein Punkt reicht, um den historischen Aufstieg in die Verbandsoberliga zu feiern. Dann reisen wir noch in weit entfernte Gefilde, um Plankstadt im ganzen Ländle bekannt zu machen.
Fröhlich winkt euer Hofnarr Arnd von Conrady

T: Arnd von Conrady

Von |2026-03-02T07:32:07+01:00So.., 01.03.2026 |! Runde 2025/26, Berichte|
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