Nach der laschen Aufstellung in der Vorrunde, trat die TSG Heidelberg diesmal komplett an , nur Edelreservist Albrecht war nicht dabei.

Nur Weick/Kolb konnten ihr Doppel nicht gewinnen, so gingen wir mit 2:1 in die Einzel.

Zu Beginn der Partie unterschätzte Vierling oft den giftigen Unterschnitt von Leuser und zog so manchen Ball ins Netz, merzte diese Schwäche jedoch aus und siegte in drei Sätzen. Obwohl Leuser gute Vorhände zeigte, war Luca doch der aktivere Mann.

Von Conrady spielte gut gegen Cerrizuela, doch der agile Argentinier konnte die Noppen gut lesen und so seine tolle Technik erfolgreich einsetzen. Immerhin einen Satz konnte sich Arnd sichern.

Obwohl es im ersten Satz für Weick gegen Kreutel ganz gut aussah, schlichen sich immer mehr Fehler in seiner Offensive ein und der Durchgang ging noch flöten. Danach griff Kreutel mehr an, vor allem mit der Rückhand und Charly verlor die Bindung zum Spiel. Nach drei Sätzen siegte der Heidelberger.

Stand: 3:3, zu diesem Zeitpunkt befürchteten wir einen zähen schwierigen Nachmittag, doch dann geschah, was so oft in letzter Zeit passiert: die TSG Eintracht zog davon.

Becker ließ keinen Satzverlust gegen Zuschlag zu. Obwohl es ne knappe Sache war, machte der Plankstadter die entscheidenden Punkte, Wilmar blieb die ganze Partie über stabil.

Gegen Hafner konnte Kolb oft nur reagieren, zu schnell kam Hafner zu seinem Vorhandtop, den er mit tödlicher Präzision versengte. Auf der Suche nach Offensive wurschtelte sich Markus durch das Geschehen. Während dieser Reise senkte sich das Niveau der Partie immer mehr, viele Fehler wurden auf beiden Seiten produziert. Markus konnte sich im fünften Satz mit 10:5 in Führung bringen, doch dann ging nichts mehr – bis zum rettenden Kantenball (11:9), der Hafner buchstäblich zu Boden schickte. Kurze Zusammenfassung: Hauptsache gewonnen.

Nun wurde das Spiel von Conrady – Leuser vorgezogen, weil Leuser früher weg musste. Arnd spielte ordentlich im ersten Satz und gewann ihn auch, dann nahm er Leuser komplett aus dem Spiel. Er gestand ihm in den folgenden beiden Sätzen nur noch fünf Pünktchen zu und untermauerte damit seine Fähigkeit, im vorderen Paarkreuz erfolgreich zu agieren.

Braunbart startete gut gegen Vinke, mit seinem üblichen offensiven Spiel holte er sich Satz 1. Dann traf er weniger und Vinke witterte Morgenluft, nahm sich den zweiten Durchgang. Tom spielte nun deutlich passiver und wartete auf Fehler seines Gegners, die auch kamen. Viersatzsieg.

Das Aufeinandertreffen zweier offensiv Hochbegabter (Vierling – Cerrizuela) avancierte zum Höhepunkt des Nachmittags. Beide lieferten ein Topspin – Feuerwerk und es war toll, mit anzuschauen, wie sie ihre taktischen Fähigkeiten anwendeten, um dem Gegner die Antizipation zu erschweren bzw. unmöglich zu machen. Wie in der Vorrunde setzte sich Luca durch, diesmal brauchte er einen Satz weniger (14:12, 9:11, 11:7, 11:8). Also ich hätte mir einen fünften Satz auch noch angeschaut.

Weick spielte gegen Zuschlag deutlich besser als zuvor. Er konnte sogar die wuchtigen Vorhände zeitweise parieren und sein eigener Angriff kam flüssiger. In einem engen Match brachte er sich im finalen Satz mit 10:8 in Front und es war geradezu tragisch, dass er den entscheidenden Punkt nicht setzen konnte. Zuschlag schlug zu.

Wieder war Beckers Spiel eine schwierige Angelegenheit, wieder setzte er sich durch, diesmal gegen Kreutel. Nach den ersten beiden knappen Satzgewinnen, wurde Willi zu passiv, Kreutel punktete mit der Rückhand und krallte sich den Satz, doch danach punktete Willi wieder mit Noppe oder Vorhandtop, fast wie er wollte. Mit 11:5 war es letzten Endes eine klare Sache.

Mit 9:4 wird Heidelberg nach Hause geschickt, die stehen weit unten in der Tabelle, können sich solchen Leistungen allerdings berechtigte Hoffnungen auf einen Klassenverbleib machen.

Wir genießen unterdessen unser spielfreies Wochenende und bereiten uns auf die interessante Aufgabe in 14 Tagen gegen Hockenheim vor.