Der erste Auftritt seit dem Corona – Aus im März, das erste Match in der Bezirksliga seit Ewigkeiten – und schon wurde die erste epische Schlacht geschlagen – und gewonnen!
In Hemsbach schlug die TSG Eintracht die SG Hemsbach – Birkenau mit 9:6.

Heeß / Braunbart hielten bestens gegen Trieb / Dreißigacker mit und beim Stand von 1:1 war der hart umkämpfte dritte Satz entscheidend für den weiteren Spielverlauf, der ging 15:13 an Hemsbach.
Vierling / von Conrady besiegten Lotz / Arnold ohne erkennbare Mühe mit 3:0. Bereits beim Rückschlag hatte das Hemsbacher Duo erhebliche Probleme.
Müller / Kolb mussten sich gegen Orlik / Alm erst in die Partie finden, Alm attackierte pausenlos. Doch der Plankstadter Spielfluss kam nach und nach, beim Stand von 9:9 im fünften Satz gingen die nächsten beiden Zähler allerdings nach Hemsbach.
Stand: 1:2, wenig episches bisher

Auch Heeß startete mäßig in die Partie mit Dreißigacker. Der Hemsbacher zieht Vor- und Rückhand gleichermaßen gerade durch, sicher und schnell, Thomas versucht meist über die Vorhand ins Spiel zu kommen und nachdem Dreißigacker mit 2:0 und 8:4 führte, schien die Sache gelaufen, Doch nach zweieinhalb Sätzen erlangte Thomas eine neue Sicherheit. So holte er sich mehr offensive Anteile und größere Kontrolle über das Spielgeschehen. So kämpfte der Altmeister seinen Gegner in fünf Sätzen nieder und gewann gleich sein erstes Einzel für seinen neuen Verein – episch.
Müller spielte sein erstes Einzel gegen Trieb. Der spielt zwar auch Angriff, könnte aber mehr als Allroundspieler durchgehen. Er hat einen wahrhaft giftigen Unterschnitt, (der Gernot gehörig einheitzte) spielt einen tollen Block, schießt mit der Rückhand, zieht mit der Vorhand mit Spin oder seltsam schnurbelig. Das alles machte Gernot das Leben schwer. Nach Verlust des ersten und hohem Rückstand im zweiten, hatte sich der Neu- Plankstadter eingestellt und sein Angriff rollte. Er egalisierte den Rückstand, doch Trieb setzte sich mit 13:11 durch. Davon ließ sich Gernot nicht beeindrucken, zeigte sein gesamtes Repertoire an Angriffskombinationen und nahm sich die nächsten beiden Durchgänge. Wütend intensivierte Trieb seine Bemühungen und diktierte das Geschehen und als es bei 5:10 – Rückstand keine Hoffnung mehr gab, warf Gernot noch einmal alles in die Waagschale. In der sicheren Annahme den letzten Punkt noch zu setzen, ließ Trieb möglicherweise etwas locker, ein entscheidender Fehler, denn Gernot war nun nicht mehr zu bremsen, alles glückte ihm und sieben Punkte in Folge brachten ihm den höchst umjubelten Sieg – ein berauschendes Erlebnis, wahrhaft episch.

Aber es sind nicht nur die knappen Siege, die ich mit der Bezeichnung episch meine, es ist das gesteigerte Niveau in dieser höheren Klasse, die Gewissheit, dass du mit zwei Tops keinen Punkt im vorderen Paarkreuz machen kannst. Die Ästhetik der Ballwechsel und die Atmosphäre, die durch all das entsteht. Doch weiter im Text: unser vorderes Paarkreuz hatte nach tollen spielerischen und sensationellen mentalen Leistungen zwei Last – Minute – Siege eingefahren und uns damit erstmals in Führung gebracht. Stand :3:2.

Tja, der Lotz. Den muss man eigentlich sehen, wenn man kapieren will, wie er spielt. Ich versuchs trotzdem. Er steht hoch aufgeschossen völlig unspektakulär am Tisch, hält den Ball, blockt wie ein Weltmeister, schießt aus dem Nichts oder zieht mit der Vorhand, ebenfalls ansatzlos. Er scheint niemals einen schnellen Schritt zu machen, ist aber immer da, wo auch der Ball ist. Von Conrady gewann den ersten Satz und ich dachte schon, Lotz käme mit dem Noppenspiel nicht zurecht, doch dann legte er die Bälle klar zurück und passte sich an. Arnd hatte Chancen, war im Angriff aber zu ungenau und konnte keinen Durchgang mehr erringen.
Im Spiel Vierling – Orlik war Luca der dominierende Akteur. Orlik konnte auch in den Angriff kommen und machte seine Punkte, aber er konnte Luca nie über die Distanz eines Satzes gefährden. Dreisatzsieg!

Kolb begann gut gegen Alm, gelangte mit 2:1 in Führung, bevor ihm die Sicherheit abhanden kam, Alm stellte um, spielte mit etwas weniger Druck, so kam Hemsbach zum zweiten Fünfsatzsieg an diesem Abend.
Beim Stand von 4:4 also trat Braunbart gegen Arnold an. Arnold offenbarte Probleme beim Rückschlag, was Tom zum klaren Gewinn des ersten Satzes nutzte, dann wurde es etwas enger, doch Tom agierte praktisch immer aus einer Führung heraus, so darf der Dreisatzsieg als knapp aber sicher gelten ( 11:5, 12:10, 13:11 ).

Trieb besiegte Thomas in drei Abschnitten. Zu hart und permanent die Rückhandschüsse, zu komplett die Leistung des Hemsbacher Spitzenspielers.
Es stand jetzt 5:5, wir spielten auf Augenhöhe gegen einen starken Gegner und es ist kaum zu fassen, dass nun genau das passierte, was letztes Jahr in der Bezirksklasse so häufig geschah: die TSG Eintracht setzte sich ab.
Gernot gewann den ersten Satz gegen Dreißigacker nach guter Leistung, dann ging er mit 5:0 in Führung, weil der Hemsbacher keinen Ball traf, kurioserweise wurde dadurch auch Gernot unsicherer und Dreißigacker holte sich den Satz. Dann wurde Dreißigacker wieder stärker und deshalb gewann Gernot in vier Sätzen. Wers nicht verstanden hat: keine Bange, ich auch nicht.
Gernot holte zwei Punkte gegen tolle Gegner, feiert damit einen Einstand nach Maß, und bringt die erneute Führung: 6:5

Nun ein weiteres Highlight des Abends: Luca gegen Lotz. Luca griff an, Lotz blockte, immer und immer wieder. Lotz schlug, Lotz zog gegen, Luca zog gegen. Es war wie ein Schaukampf. Da dieses Match alles hatte, was ein Match haben kann, hatte es auch einen fünften Satz. Es war die Fähigkeit Lucas, nach unzähligen Topspins nicht zu ermüden und seine Fähigkeit niemals, also niemals aufzugeben, die ihm den Sieg bescherte. Hut ab!
Orlik lief gegen Arnd zur Hochform auf. Wie Lotz zuvor, konnte er die Noppe lesen, reagierte konstant mit Topspin. Keine Ahnung, wie man eine derart hohe Trefferquote erzielen kann, wenn man das erste Mal gegen Arnd spielt. Arnd spielte vernünftig, es fehlte allerdings der letzte Touch. Die hohe Qualität von Arnds Klasse kann man daran ablesen, dass es eine mächtig enge Partie wurde. Orlik siegte nach vier Sätzen.

Bärenstark, der Tom, wie er sich die ersten beiden Sätze gegen Alm erspielte, wie er sich den vierten Satz erkämpfte. Er hielt mit sattem Unterschnitt den Gegner vom Vorhandtop ab, mit dem beeindruckenden Service war immer ein Punkt drin und der Angriff durchbrach immer wieder Alms Deckung. Die beste und konstanteste Leistung seit März, nein, nur ein Scherz, seit vielen Spielen.
Arnold wirkte gegen Markus verunsichert, machte viele Fehler, oft reichte ein Top oder ein Block zum Punktgewinn. So musste Markus kaum Normalform erreichen, um einen Klaren Dreisatzsieg einzufahren. Nach der großen Sause im Verlauf des Abend wurde der Sieg am Ende dann doch recht unspektakulär eingefahren.

Ein Sieg gegen eine Mannschaft mit Bezirksliga – Erfahrung, die sich nicht als Abstiegskandidat sieht, oh Mann! Manche von uns haben heute ein so breites Kreuz, dass sie nicht mehr durch die Tür passen, manche können nicht schlafen und manche schreiben einen dreiseitigen Spielbericht.
Eckhard Gorenflo sagte, er sei damals, nachdem er dreimal in Folge die Ortsmeisterschaft gewonnen habe, stolz wie Bolle gewesen und das sind wir jetzt auch.